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Kleine Akkus, großes Risiko: Gemeinden rufen zur richtigen Rückgabe auf

BEITRAG VOM 08.09.2026

Von 12. bis 17. Oktober 2026 rücken Gemeinden, Städte und Abfallwirtschaftsverbände in ganz Österreich die richtige Sammlung von Batterien und Akkus in den Mittelpunkt. Die regionale „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ informiert über versteckte Akkus, Brandgefahren und die richtigen Rückgabemöglichkeiten. Ein österreichweites Gewinnspiel begleitet die Aktion.

Sie stecken in kabellosen Kopfhörern, elektrischen Zahnbürsten, Powerbanks, Kinderspielzeug, elektronischen Grußkarten und E-Zigaretten: Batterien und Lithium-Akkus sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bei vielen kleineren Geräten ist jedoch nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass eine Batterie oder ein Akku eingebaut ist.

Werden solche Gegenstände nicht mehr gebraucht, beginnt das Problem häufig mit einem scheinbar kleinen Fehlwurf. Batterien, Akkus und Geräte mit eingebauten Akkus dürfen niemals im Restmüll oder in Behältern für Papier, Kunststoff (etwa im Gelben Sack) oder Textilien landen. Dort können sie zur Brandgefahr werden.

Wenn ein Akku im Müllfahrzeug beschädigt wird

In Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen sind Abfälle hohem mechanischem Druck ausgesetzt. Wird ein Lithium-Akku zerdrückt oder auf andere Weise beschädigt, kann es zum sogenannten „thermischen Durchgehen“ kommen. Dabei steigt die Temperatur im Inneren des Akkus unkontrolliert an, bis er sich entzündet. Umgeben von Papier, Kunststoff und anderen brennbaren Materialien kann sich daraus rasch ein größerer Brand entwickeln.

Dass dieses Risiko nicht nur theoretisch besteht, zeigen Zahlen aus der österreichischen Abfallwirtschaft. Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe wurden im Jahr 2025 insgesamt 36 größere Brandereignisse in heimischen Entsorgungs- und Recyclingbetrieben verzeichnet. In mehreren Fällen wurden falsch entsorgte Lithium-Batterien und -Akkus als mögliche Brandursache vermutet.

Solche Brände gefährden Mitarbeiter:innen, Einsatzkräfte, Fahrzeuge und Anlagen. Sie können zudem die regionale Entsorgungsinfrastruktur beeinträchtigen. Die Batterie oder der Akku selbst ist dabei nicht das Problem: Richtig verwendet und fachgerecht zurückgegeben, sind die kleinen Energiespeicher sichere und wertvolle Alltagshelfer. Das Risiko entsteht durch die falsche Entsorgung.

Die richtige Rückgabe ist einfach

Gebrauchte Haushaltsbatterien und kleinere Akkus können kostenlos bei der Sammelstelle der Gemeinde oder überall dort zurückgegeben werden, wo Batterien verkauft werden. Beschädigte, aufgeblähte oder größere Lithium-Akkus gehören jedenfalls zur Sammelstelle der Gemeinde.

Auch Gegenstände mit einem fest eingebauten oder versteckten Akku sollten als Ganzes zur kommunalen Sammelstelle gebracht und dort dem Fachpersonal übergeben werden. Das gilt beispielsweise für E-Zigaretten, elektronische Grußkarten, kabellose Kopfhörer oder Spielzeug mit Licht- und Soundeffekten. Fest eingebaute Akkus sollten nicht gewaltsam entfernt werden.

Die richtige Sammlung trägt nicht nur zur Brandvermeidung bei. Sie ermöglicht auch, dass Batterien und Akkus fachgerecht behandelt und enthaltene Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.

Regionale Aktionswoche von 12. bis 17. Oktober

Die österreichweite Informationskampagne „Her mit Leer“ wurde auf Initiative der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie zahlreicher Partner umgesetzt. Ihre zentrale Botschaft lautet: Batterien und Akkus niemals in den Müll. Brandgefahr.

Während der „Aktionswoche gegen Batteriebrände“ von 12. bis 17. Oktober 2026 wird diese Botschaft mit breiter Unterstützung der österreichischen Kommunen und der Entsorgungswirtschaft direkt vor Ort sichtbar gemacht. Gemeinden, Städte, Sammelstellen, Abfallwirtschaftsverbände und Entsorgungsbetriebe informieren über versteckte Akkus, die möglichen Folgen einer falschen Entsorgung und die richtigen Rückgabemöglichkeiten.

Begleitet wird die Aktionswoche von einem österreichweiten Gewinnspiel an teilnehmenden Sammelstellen der Gemeinden. Die kostenlose Teilnahme erfolgt direkt vor Ort: Alte Batterien oder Akkus zur Sammelstelle bringen, den Aktions-QR-Code scannen und an der Verlosung von Einkaufsgutscheinen im Gesamtwert von 6.500 Euro teilnehmen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen und weitere Informationen werden auf hermitleer.at veröffentlicht.

Die Aktionswoche bietet damit eine gute Gelegenheit, Schubladen, Kästen und Abstellräume nach ausgedienten Batterien, Akkus und Geräten mit eingebautem Akku zu durchsuchen und diese zur richtigen Rückgabestelle zu bringen. Unter dem Motto „Sei kein Zündler!“ erinnert „Her mit Leer“ daran, dass jeder richtig zurückgebrachte Akku dazu beiträgt, Brandrisiken zu reduzieren und die regionale Entsorgungsinfrastruktur zu schützen.