Kindergartenkinder forschen

Forschen im Kindergarten
Wissen, Wasser, Wunder, Welt

Im Rahmen des Projektes „Nur ein Schluck Wasser“ besuchte Projektassistenz Christina Assek den Kindergarten der Gemeinde St. Stefan im Gailtal in Vorderberg, um unserem kleinsten Klientel die natürlichen Wasservorkommnisse der Gemeinde und die Nutzung dieser, als auch den naturgerechten Umgang mit den Quellen bewusst zu machen.
Es ist wichtig, bereits bei unserer Jugend anzusetzen, und herauszufinden, was es in unserem Gebiet zu verbessern gibt.
Es wurde eine Forschungsreihe zum Thema Wasser ins Leben gerufen, bei der in der ersten Einheit spielerisch eine kleine Befragung zur Verbesserung unserer Wasserplätze stattfand. Diese haben die Kinder im Rahmen der Erarbeitung des Themas „Regenbogen“ beantworteten. Ausgehend von einigen Wasserexperimenten zur Entstehung eines Regenbogens wurden sogenannte „goldeswerte“ Antworten gesammelt, bei welchen die Kinder ihre beste Idee auf einem Goldtaler verewigten. Diese sollten den Topf, der am Ende des Regenbogens zu finden ist, füllen.


In einer weiteren Stunde wurde auf die Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht. Die Aufgabe der Kinder war es, Gegenstände, welche nicht in das Wasser gehören, herauszufischen und zuzuordnen, wo diese entsorgt werden sollten. Die Kinder wussten bereits sehr viel, konnten mit ihrem Vorwissen überzeugen und haben mit Freude mitgearbeitet. Ausgehend von einem inszenierten Tankerunglück im Meer, und dem Auslaufen von Öl wurde ihnen die Aufgabe gestellt, Öl von Wasser zu trennen. Diverse Materialien sollten zur eigenständigen Problemlösung dienen. Die Ergebnisse wurden in einem anschließenden Vergleich betrachtet und diskutiert. Erstaunlich war, mit welchen Ideen und Strategien die Kinder auftrumpften. Die Begeisterung für das Forschen war von allen gegeben und kann als großer Erfolg betrachtet werden. 


In der letzten Einheit wurde schmutziges Wasser auf natürlichem Wege gereinigt. Den Kindergartenkindern wurde erklärt, dass das verschmutzte Wasser die verschiedenen Bodenschichten durchläuft und schließlich auf eine undurchlässige Lehmschicht trifft, an der das Wasser sich sammelt. Auch wir verwendeten für die oberste Schicht große Steine, dann Kies und anschließend, in einen Kaffeefilter gefüllten, Sand für unsere natürliche Kläranlage. Durch die Versickerung in den Erdschichten wird das Wasser durch die Filtrierung gereinigt. Der Verlauf dieser Säuberung lässt sich auf den Prozess in einer Kläranlage übertragen, was den kleinen Forschern verdeutlicht wurde. Auch in der letzten Einheit, die im Freien stattfand, wurden die Experimente mit Freude durchgeführt und waren erfolgreich. Alle hatten am Ende ein relativ sauberes, von grobem Schmutz befreites, Wasser und waren mit ihren Ergebnissen zufrieden. Die Forschungseinheit im Freien stellte einen guten Abschluss des Kindergarten-„Projekts“ dar. Es war erstaunlich, wie viel die Kinder an Wissen bereits mitbrachten und mit welcher Begeisterung sie in jeder Forschungseinheit arbeiteten.