Parkinson-Infotage

Organisatoren Dr. Volker Tomantschger und Gusti Tautschner-Basnett

Die Parkinson-Selbsthilfegruppe Oberkärnten, der Verein zur Förderung der neurologischen Rehabilitation, die Gesunde Gemeinde St. Stefan und der Sozial- und Gesundheitssprengel (SGS) Hermagor luden zu den 6. Kärntner Parkinson-Infotagen ins Kultur- und Gemeindezentrum St. Stefan im Gailtal.
Vizebgm. Markus Brandstätter begrüßte im Namen von Bgm. Ferlitsch die Teilnehmer.
Als Überraschung fand eine äußerst gelungene Premiere der Hymne für die PSG Oberkärnten statt. Nach der letztjährigen Weltpremiere der Parkinson Millionenshow mit Armin Assinger war dies das 2. Highlight der Parkinson Selbsthilfegruppe Oberkärnten.

Am Freitag, 26. Juni und Samstag, 27. Juni referierten Experten über die verschiedensten körperlichen und psychischen Auswirkungen der Parkinsonerkrankung sowie deren Therapiemöglichkeiten. Am Freitag standen Vorträge über Schlaf- und Hirnleistungsstörungen, Physio- und Ergotherapie sowie Pflege und operative Hilfe auf dem Programm. Der zweite Tag widmete sich den Begleiterscheinungen, wie Sprech- und Schluckstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Blasen- und Sexualfunktionsstörungen sowie einem zu selten beachteten Bereich, den Frühsymptomen.Jahre vor den sichtbaren Einschränkungen wie Ruhezittern, Steifigkeit und Bewegungsverlangsamung können Riechstörungen, Depressionen, Schmerzen (Wade, Nacken, Rücken etc.), Verstopfung oder charakteristische Schlafstörungen auftreten.
Morbus Parkinson tritt schleichend auf. Es gehen im Gehirn zunehmend Zellen zugrunde. Der damit fehlende Botenstoff Dopamin ist unter anderem für die Bewegung und Koordination des Körpers zuständig.
„In Österreich leiden etwas 15.000 bis 20.000 Menschen an dieser Erkrankung“, so Neurologe Volker Tomantschger, Oberarzt in der Gailtalklinik in Hermagor. „In Kärnten sind etwa 1000-1500 betroffen. Die Erkrankung bricht meist nach dem 60. Lebensjahr aus, zehn Prozent aller Erkrankten sind unter 40 Jahre alt.“
Es ist sehr wichtig, die Betroffenen bereits im Frühstadium zu erkennen und mit ihnen und den Angehörigen gemeinsam sich der Erkrankung zu stellen.
Die Selbsthilfegruppe kann dafür ein weiteres unterstützendes Medium sein.

Text: OA Dr. Volker Tomantschger


Andras Patterer vom SGS Hermagor (li.), LR Dr. Peter Kaiser (3. v. li.) und Dr. Volker Tomantschger mit Gattin und Töchtern.


Der voll besetzte Saal zeigt das enorme Interesse am Thema.


Die Vortragenden mit Dr. Volker Tomantschger (re.) und Andreas Patterer (2.v.li.)