Diensthundevorführung im Bildungszentrum St. Stefan

hundevorführung

In der heutigen Zeit sind die Aufgaben der Diensthunde sehr vielfältig und haben mit dem Aufgabenbereich aus früheren Jahren fast nichts mehr gemeinsam. Die vierbeinigen Verbrecherjäger sind unverzichtbar - ob als Begleiter ihrer menschlichen "Kollegen" bei Einsätzen, beim Aufspüren von Drogen und Zigaretten oder beim Auffinden von versteckten Geldern und Währungen um Geldwäsche aufzuspüren. Zu einem weiteren Spezialgebiet zählt das Auffinden von einfuhrverbotenen Gegenständen wie Pflanzen, artgeschützten Tieren und Waren daraus, sowie Lebensmitteln. Nur ein intensives Training und die enge Vertrautheit mit ihrem Hundeführer ermöglichen solche Höchstleistungen bei den Tieren.

Die Führung eines Diensthundes bedeutet für den Hundeführer/in eine besondere Herausforderung. Der Diensthund ist ein Lebewesen und daher mit anderen dienstlichen Hilfsmitteln nicht vergleichbar. Es bedarf einer besonderen Sensibilität und Ausbildung, um die tierischen Anlagen und Fähigkeiten des Hundes als brauchbares Hilfsmittel im täglichen Dienstgebrauch nutzen zu können. Ein Diensthundeeinsatz bedeutet nicht die Inbetriebnahme einer Maschine, sondern erfordert von der Diensthundeführerin/dem Diensthundeführer besonderes Verständnis und taktisches Verhalten. Zudem muss der tierschutzrechtliche Aspekt in allen Situationen beachtet werden.
Vor allem bei operativen Einsätzen auf Parkplätzen der Autobahnen und Bundesstraßen oder bei Hausdurchsuchungen werden Kolleginnen und Kollegen beim Einschreiten im erhöhten Gefährdungsbereich von den Vierbeinern, die auf die Schutzfunktion ausgebildet wurden, unterstützt.
Schon allein die Anwesenheit eines Diensthundes bewirkt in Zusammenhang mit den Kontrollteams in Bezug auf die Sicherheit eine wesentliche Präventivwirkung. Im Fall einer Notwehr oder Nothilfe setzt sich der ausgebildete Diensthund selbst ein und beschützt seinen Hundeführer bzw. stellt einen flüchtigen Täter.

ADir Rudolf Druml