7. Kärntner Parkinson Info-Tage am 1. und 2. Juli 2011

Parkinson Veranstaltung
 

Die 7. Kärntner Parkinson Info Tage am 1. und 2. Juli 2011 waren ein kräftiges Lebenszeichen der Zusammengehörigkeit in der großen Parkinson-Familie mit Angehörigen, Betroffenen, Ärzten und Therapeuten, die am Beginn der Veranstaltung von Vizebürgermeister Markus Brandstätter begrüßt wurden. In den 2 Tagen wurden in der herrlichen Kulisse des Kultursaales der Gemeinde St. Stefan im Gailtal verständliche, praxisbezogene Referate mit musikalischer und kulinarischer Umrahmung geboten. Über 380 Teilnehmer wohnten der Veranstaltung bei.
Die Informationen reichten über die begleitende Angst des Betroffenen bis zu dem ehest möglichen Beginn der medikamentösen Therapie nach Auftreten der ersten Beschwerden. Es muss ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt, Patient und Angehörigen bestehen. Probleme dürfen nicht tabuisiert und unter den Teppich gekehrt werden. Aufklärung und Information muss vom ersten Tag an alle Beteiligten erfolgen. Der Betroffene muss über die Erkrankung und Medikamente informiert sein. Er muss wissen, wann und wieso er diese nehmen soll. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr über den Tag mit dem Maximum bis 16 Uhr reduziert die Müdigkeit und Infektanfälligkeit und hilft bei Verstopfung.

Sind die ersten Beschwerden (z.B.Verstopfung, Depression, Riechstörung, Schmerzen, Schlafstörung) bemerkbar, suchen Sie einen Facharzt mit Parkinson-Kenntnissen auf. Er wird Ihnen im Gespräch und nach neurologischer Untersuchung die Verdachtsdiagnose bestätigen, die eventuell noch durch spezielle Untersuchungen wie z.B. Dat Scan SPECT, Transkranieller Ultraschall erhärtet werden muss.

Vielleicht sollten sie auch noch einen Augenarzt aufsuchen, um vor Beginn der medikamentösen Einstellung den Augendruck zu kennen, die trockenen Augen oder Lidrandentzündung zu behandeln.
Die Parkinson Erkrankung ist eine fortschreitende Erkrankung, die einer gleichzeitigen medikamentösen und nicht-medikamentösen Einstellung bedarf. Neben der strikten Einhaltung der Einnahmezeiten der Medikamente soll eine regelmäßige, zumindest 15-30 min. tägliche Bewegung (erlerntes Selbstübungsprogramm) Teil ihres Tagesablaufes sein. Bei fortschreitenden Krankheitsverlauf sind Kenntnisse über Unterstützungsmöglichkeiten (z.B. persönliche Assistenz, Behindertenausweis, Pflegegeld, diverse Befreiungen), Hilfen im Haushalt (z.B. Antirutschunterlage, WC-Erhöhung, Griffverdickung beim Besteck) und Therapieangebote (z.B. Physio-, Ergotherapie, Logopädie, Musiktherapie, Beschäftigungstherapie) hilfreich. Die Informationen und Hilfen der Behindertenanwaltschaft Kärnten sind kostenlos.

Der Veranstalter möchte sich recht herzlich bei Herrn Bürgermeister Hans Ferlitsch und seinem Team für die Zurverfügungstellung von Kräften (herzlichen Dank an Karl Pfeifer) und Räumlichkeiten bedanken und bei Käthe Bartolot, die an beiden Tagen eine wertvolle Stütze zum Gelingen der Veranstaltung darstellte.


OA Dr. Voker Tomantschger im Kreise seiner Familie


Erich Semmelrock versorgt die Veranstaltungsteilnehmer mit lokalen Köstlichkeiten


Gemütliches Beisammensein im Foyer des Kultursaales